Der Flüchtlingsrat, der Hennigsdorfer Ratschlag und United against Racism and Isolation kommentieren den Beschluss des Kreistages Oberhavel, der die Kreisverwaltung gestern aufforderte, Flüchtlingen künftig Bargeld statt Gutscheine auszuzahlen.
Informieren Sie sich kurz und knapp darüber, weshalb es aus menschlicher, sozialer, wirtschaftlicher und politischer Sicht besser ist, Flüchtlingen die Sozialhilfe in Bargeld statt in Wertgutscheinen auszuzahlen.
Am 22. Juni wurde ein Appell von 833 Bürgerinnen und Bürger an den Vorsitzenden des Kreistages Oberhavel übergeben. Die Unterzeichnenden forderten die Abgeordneten auf, für eine Auszahlung der Sozialhilfe für Flüchtlinge in Bargeld statt Gutscheinen zu stimmen.
Am gestrigen Mittwoch hat der Kreistag von Oberhavel die Kreisverwaltung aufgefordert, die Sozialhilfe für Flüchtlinge künftig in Bargeld auszuzahlen und das diskriminierende Gutscheinsystem aufzugeben.
Am 22. Juni beschlossen die Abgeordneten im Kreistag Oberhavel nach langer Debatte, dass die umstrittene Auszahlung der Sozialhilfe an Flüchtlinge in Form von Gutscheinen beendet werden soll.
Dass Flüchtlinge 62 Prozent des Hartz IV-Satzes erhalten und dies in Form von Gutscheinen, liegt am Asylbewerberleistungsgesetz. Die Kreisverwaltung Oberhavel will ihren Spielraum aber nicht nutzen, um Flüchtlingen das Leben zu erleichtern.