15. Februar: Protest gegen Neonazis in Cottbus

Donnerstag, 26. Januar 2012
Logo: Cottbus bekennt Farbe

Das landesweite Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit unterstützt den Aufruf "Cottbus bekennt Farbe" und bittet Bürgerinnen und Bürger, den Protest gegen eine NPD-Demonstration am 15. Februar zahlreich vor Ort zu unterstützen.

Die Bürgerinitiative Cottbuser Aufbruch, der DGB, der Zusammenschluss Cottbus Nazifrei und weitere Vereine und Parteien organisieren zahlreiche Aktionen gegen den von der NPD für 18.00 Uhr angemeldeten Aufmarsch. Auch die Abgeordneten der Cottbuser Stadtverordnetenversammlung unterstützen, mit Ausnahme der NPD-Vertreter, die Aktivitäten am 15. Februar. Bei der Abstimmung darüber zeigte der NPD-Abgeordnete Frank Hübner nach Angaben der Lausitzer Rundschau den Hitlergruß, die Stadtverwaltung kündigte deshalb eine Anzeige an.

Im vergangenen Jahr waren am Jahrestag der Bombardierung der Stadt etwa 200 Neonazis durch Cottbus marschiert. Bürgerinnen und Bürger protestierten dagegen mit einer Gedenkveranstaltung. Außerdem wurde der Aufmarsch durch Sitzblockaden aufgehalten, die jedoch von der Polizei aufgelöst wurden.

Um den Protest in diesem Jahr stärker und vielfältiger werden zu lassen, haben zivilgesellschaftliche, kirchliche und politische Initiativen und Institutionen monatelang Gemeinsamkeiten ausgelotet und sich auf den Aufruf "Cottbus bekennt Farbe" verständigt, in dem es heißt:

"Cottbus soll eine menschliche, weltoffene und tolerante Stadt sein und für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen, ungeachtet ihrer Nationalität, Weltanschauung, Religion, Kultur, sexuellen Orientierung, Behinderung, Herkunft oder Hautfarbe stehen. In unserer Stadt werden keine rassistischen und neonazistischen Aktionen geduldet, die gegen die Demokratie und die Menschenwürde gerichtet sind. Rassismus und Antisemitismus dürfen keine Chance haben."