Aufruf: 65 Jahre nach der Befreiung des KZ Sachsenhausen, aufgerufen durch das Vermächtnis der Überlebenden und herausgefordert durch alltäglichen Rassismus demonstrieren wir in Oranienburg öffentlich für: Gleiche Würde und gleiches Recht!
Rassismus hat viele Gesichter!
Es ist Rassismus, wenn Menschen auf Grund ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion diskriminiert, ausgegrenzt, angegriffen und an der gesellschaftlichen Teilhabe gehindert werden. Es ist Rassismus, wenn Menschen auf Grund von Gesetzen nur mit Gutscheinen abgespeist oder durch die Verordnung zur Residenzpflicht in ihrer Freiheit beschränkt werden. Deshalb fordern wir von den politisch Verantwortlichen im Land und im Landkreis:
- "Residenzpflicht für Asylsuchende und Geduldete aufheben!"
- "Sachleistungsprinzip für Asylsuchende abschaffen!“
Demokratische Vielfalt genießen!
Wir wollen eine Gesellschaft der Vielfalt und der Teilhabe. Wir wollen das Zusammenleben In der Gemeinsamkeit von Einheimischen und Zugewanderten gestalten.
Zivilcourage gegen Rechtsextremismus und Rassismus!
Daher widersprechen wir allen, die in einem System nationaler Engstirnigkeit und mit autoritärer Führung nur einer bestimmten Personengruppe Vorteile verschaffen wollen. Wir widersprechen allen, die zielgerichtet mit rassistischer Ideologie Angst schüren, zum Beispiel vor dem Islam. Wir treten neonazistischen Parteien und Gruppierungen entgegen, die insbesondere junge Menschen mit ihrer Ideologie missionieren und politische Gegner einschüchtern.
Wir rufen auf zur Teilnahme an der Demonstration am Samstag, 20. März 2010
15 Uhr – Gedenkstätte Sachsenhausen, Besucherzentrum mit Stationen am Bahnhof Oranienburg, an der Gedenkstätte KZ Oranienburg, am Landratsamt, 17.30 Uhr – Abschlusskundgebung auf dem Schlossplatz
Forum gegen Rassismus und rechte Gewalt Oranienburg
