Berlin: Großprotest gegen Neonazis am 1. Mai

Montag, 26. April 2010
Protest gegen Nazidemo am 1. Mai 2009 in Berlin-Köpenick

Kurz vor dem 1.Mai hat Innensenator Körting mitgeteilt, dass die Demonstration Rechtsextremer in Pankow und Prenzlauer Berg stattfinden soll. Ein vielfältiges Bündnis will den Aufmarsch blockieren.

Der Treffpunkt der rechtsextremen Demonstration soll um 11:00 Uhr am S-Bahnhof Bornholmer Straße sein. Die Route wird von der Polizei geheim gehalten. Das Bündnis "1. Mai - Nazifrei" vermutet, dass die Neonazis über die Bornholmer Straße durch die Wichert- und Grellstraße in den Prenzlauer Berg geleitet werden sollen.

Das Bündnis hat bekräftigt, den Aufmarsch mit friedlichen Blockaden verhindern zu wollen. In dem von Initiativen und Antifagruppen, den Parteien Bündnis 90/Die Grünen und DIE LINKE sowie ver.di Berlin, der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und vielen anderen unterzeichneten Aufruf heißt es:

"Wir werden uns auch in Berlin durch Aktionen des Zivilen Ungehorsam mit Massenblockaden den Nazis entgegen stellen und sie stoppen. Dieses Ziel eint uns über alle sozialen, politischen oder kulturellen Unterschiede hinweg. Wir sind bunt und wir stellen uns den Nazis in den Weg. Von uns wird dabei keine Eskalation ausgehen. Wir sind solidarisch mit allen, die mit uns das Ziel teilen den Naziaufmarsch verhindern zu wollen."

Unterstützt wird dieses Anliegen auch durch zahlreiche prominente Berlinerinnen und Berliner, die im Berliner Ratschlag für Demokratie mitwirken: „Wenn Neonazis aus Deutschland und Europa am 1. Mai auf den Straßen und Plätzen Berlins Angst verbreiten wollen, werden wir dies nicht dulden und nicht tatenlos zusehen“, schreiben sie in einer Erklärung.

Die Berliner Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus informiert über aktuelle Entwicklungen, Anreise und Treffpunkte zu den Protesten auf ihrer Internetseite.