Berlinerinnen und Berliner wollen Neonazis stoppen

Dienstag, 6. April 2010
Banner des Bündnisses "1. Mai Nazifrei": http://www.1-mai-nazifrei.tk

Ein großes Bündnis von Gewerkschaften, Parteien, Verbänden und Initiativen will eine rechtsextreme Demonstration am 1. Mai in Berlin durch massenhafte Sitzblockaden verhindern.

65 Jahre nach der Zerschlagung der Gewerkschaften wollen Neonazis am 1. Mai durch Berlin marschieren. In dem Aufruf zu der Demonstration wird die Einführung eines Arbeitszwangs und die Auflösung von Gewerkschaften gefordert.

Um dies zu verhindern, hat sich das Bündnis "1. Mai - Berlin bleibt nazifrei" formiert. Zu den Unterstützern zählen, neben Initiativen und Antifagruppen, unter anderem die Parteien Bündnis 90/Die Grünen und DIE LINKE sowie ver.di Berlin, die Jüdische Gemeinde zu Berlin und der 1. FC Union Berlin. Zahlreiche Prominente und Abgeordnete haben den Aufruf unterzeichnet, in dem es heißt:

"Wir werden uns auch in Berlin durch Aktionen des Zivilen Ungehorsam mit Massenblockaden den Nazis entgegen stellen und sie stoppen. Dieses Ziel eint uns über alle sozialen, politischen oder kulturellen Unterschiede hinweg. Wir sind bunt und wir stellen uns den Nazis in den Weg. Von uns wird dabei keine Eskalation ausgehen. Wir sind solidarisch mit allen, die mit uns das Ziel teilen den Naziaufmarsch verhindern zu wollen."

Vorbild für die Blockade soll der 13. Februar 2010 in Dresden sein, als sich über 10.000 Bürgerinnen und Bürger einem Demonstrationszug von Neonazis in den Weg stellten.