In Brandenburg an der Havel wird am 8. Mai mit einem bunten Fest die Befreiung vom Nationalsozialismus vor 65 Jahren gefeiert - und gegen eine NPD-Kundgebung protestiert.
Nach einer Kundgebung am Sowjetischen Ehrenmal an der Ecke Steinstraße und Kurstraße startet um 13.00 Uhr ein Fahradkorso durch die Havelstadt bis in den Theaterpark. Dort wird am Nachmittag unter dem Motto "Brandenburg an der Havel für Demokratie, Toleranz und gegen Extremismus!" gefeiert. Auf der Bühne spielen lokale Bands, zwischendurch werden Videoclips gegen Rechtsextremismus der Potsdamer Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf und der Fachhochschule Brandenburg an der Havel gezeigt. Geplant ist außerdem eine Lesung aus dem Buch "Abkehr von rechtsextremistisch motivierter Gewalt - Einsichten von Strafgefangenen", für das Frank Schauka Häftlinge in der Justizvollzugsanstalt Brandenburg an der Havel interviewt hat. Für Kinder gibt es eine Hüpfburg, Spiele, Kinderschminken, Bastel- und Malspaß.
In der Einladung schreiben die Vereine und Verbände, Stadtverordneten und die Stadtverwaltung: "Die NPD hat für den 65. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus am 8. Mai in unserer Stadt eine Demonstration angemeldet. Uns ist es wichtig, dass unsere Stadt ein klares Zeichen für Demokratie und Toleranz und gegen Extremismus setzt." Der Kreisverband Havel Nuthe der NPD will ab 12.00 Uhr eine Demonstration durchführen, zu der sich die Rechtsextremen an der Bahnhaltestelle Brandenburg/Altstadt sammeln wollen.
