Mit Gebeten und Liedern wollen Christinnen und Christen sich an Blockaden der Neonazi-Aufmärsche in Dresden am 13. und 18. Februar beteiligen. Generalsuperintendentin Heilgard Asmus gehört zu den Erstunterzeichnenden des Aufrufs "Nächstenliebe verlangt Klarheit".
"Gerade als Christinnen und Christen sind wir aufgefordert, uns der menschenverachtenden und menschenfeindlichen Ideologie der Neonazis massiv entgegenzustellen", heißt es in dem von der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus initiierten Aufruf für einen "christlichen Blockadepunkt".
Die Unterzeichnenden nehmen für sich die Versammlungsfreiheit in Anspruch und verweisen auf mehrere Gerichtsurteile, die diese Aufassung stützen. Außerdem zitieren sie den Beschluss der Synode der Evangelischen Kirche vom 9. November 2011, in dem friedliche Blockaden begrüßt wurden, weil sie "in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland mehrfach zu positiven Veränderungen in Politik und Gesellschaft geführt“ hätten.
Unterzeichnet haben den Text unter anderen die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands, Ilse Junkermann, der Hannoveraner Landesbischof Ralf Meister, Oberkirchenrat Christhard Wagner, der Beauftragte der Evangelischen Kirchen in Thüringen sowie Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt, die amtierende Vorsitzende der Synode der EKD.
Der Aufruf kann unter www.asf-ev.de oder www.bagkr.de unterzeichnet werden.
