Auf der Kölner Bildungsmesse didacta wurde am 17. März die Audioführung "Hörpol", die über jüdische Geschichte, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit informiert, mit dem Bildungsmedien-Preis "digita" ausgezeichnet.
Hörpol besteht aus Audio-Dateien, die Schülerinnen und Schüler aus dem Internet auf ihre MP3-Player speichern können, um sich selbstständig in einem Rundgang das Berliner Scheunenviertel zu erschließen. An 27 Orten erzählen Zeitzeuginnen und -zeugen aus ihren Leben, Schauspielerinnen und Schauspieler lesen Texte, Bands liefern Musik aus Berlin. Zusätzlich steht Unterrichtsmaterial zur Vor- oder Nachbereitung des Hörspaziergangs auf der Homepage bereit.
Das Projekt des Journalisten Hans Ferenz wird von vielen Institutionen unterstützt, unter ihnen der Bildungsminister Brandenburgs, Holger Rupprecht, und die Vorsitzende des Aktionsbündnisses Heilgard Asmus.
"Hörpol ermöglicht es, eine Exkursion zu einem ausgesprochen wichtigen Thema unkompliziert zu organisieren und durchzuführen", schreibt Holger Rupprecht auf der Hörpol-Webseite. "Ich wünsche mir, dass viele Brandenburger Klassen das attraktive Angebot von Hörpol nutzen." Heilgard Asmus unterstützt Hörpol, weil das Projekt "den teilnehmenden Jugendlichen ermöglicht, Empathie mit den Opfern von Rechtsextremismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit in Vergangenheit und Gegenwart zu entwickeln."
Der Deutsche Bildungsmedien-Preis "digita" wird seit 1995 jährlich von der Stiftung Lesen, der Zeitschrift "bild der wissenschaft" und dem Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft an der Technischen Universität Berlin verliehen.
