Eine Ausstellung über das Konzentrationslager Mauthausen

Dienstag, 2. März 2010
Stacheldraht an der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Mauthausen

Im Landtag Brandenburg wird heute eine Ausstellung über Häftlinge des Konzentrationslagers Mauthausen eröffnet, die von Schülerinnen und Schülern aus Werder (Havel) und Warschau gemeinsam gestaltet wurde.

Die Ausstellung "Im Tod lebendig: Erinnern heißt Handeln" schildert exemplarisch die Lebenswege von sieben polnischen und deutschen Häftlingen, denen es trotz der Willkür und der unmenschlichen Sklavenarbeit in dem Konzentrationslager in Oberösterreich gelang, in das Leben zurückzukehren.

Im Rahmen einer Projektarbeit reisten Schülerinnen und Schüler des Ernst-Haeckel-Gymnasiums Werder (Havel) und der Partnerschule Zespół Skół Nr. 26 nach Mauthausen, nach Warschau und Werder und befragten Zeitzeugen und deren Angehörige. Unterstützung erhielt die Jugendbegegnung von dem polnischen Klub ehemaliger politischer Gefangener des Konzentrationslagers Mauthausen/Gusen und dem Deutschen Mauthausen Komitee.

Mauthausen war das letzte Konzentrationslager, das am 5. Mai 1945 von den Alliierten befreit wurde. In dem Hauptlager und den zahlreichen Nebenlagern waren etwa 200.000 Menschen inhaftiert. Etwa 100.000 Häftlinge wurden getötet oder starben.

Die Ausstellung im Foyer des Landtags ist noch bis zum 13. April zu sehen.