Die Deutsche Sportjugend und die Brandenburgische Sportjugend wollen Vereine und Verbände im Umgang mit Rechtsextremismus künftig noch stärker unterstützen. Der Ratgeber "Vereine & Verbände stark machen" bietet dazu Informationen und konkrete Tipps.
Immer wieder versuchen Neonazis den Sport für ihre Zwecke zu missbrauchen. Zuletzt sorgte der Abbruch des Bezirksklassespiels Roter Stern Leipzig - Sportverein Mügeln-Ablaß am 24. April 2010 für Schlagzeilen. Zuschauerinnen und Zuschauer hatten Nazi-Parolen gebrüllt, wie in einem youtube-Video zu hören ist. Solche Vorfälle sind nicht die Regel, aber für Sportvereine und -verbände sind rechtsextreme Erscheinungen eine drängende Herausforderung. "Der organisierte Sport muss sich in diesem Punkt eindeutig positionieren", fordert Andreas Kurz, Vorsitzender der Bundessportjugend.
In der im März 2010 im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus vorgestellten Broschüre wird über rechtsextreme Symbole und Codes aufgeklärt und es wird die Bedeutung des Sports für rechtsextreme Gruppen dargestellt. Ausführlich werden verschiedene Strategien zum Umgang mit rechtsextremen Erscheinungen in den Vereinen und bei Fans diskutiert; Projekte und Maßnahmen, die sich in den vergangenen Jahren bewährt haben, werden vorgestellt. Das Heft enthält auch Anregungen zu Satzungsergänzungen und Formulierungsvorschläge für Mietverträgen von Sporträumen.
Die Broschüre wird unter www.dsj.de/publikationen zum Download angeboten und kann in einer Druckversion kostenlos unter 033205 204808 oder per Mail unter n.haberlandt@sportjugend-bb.de bestellt werden.
