Zwei Studien über rechtsextreme Musik

Dienstag, 2. März 2010
Love Music Hate Racism Festival 2008

Die Arbeits- und Forschungsstelle Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit des Deutschen Jugendinstitutes hat zwei Studien veröffentlicht, die sich mit der Funktion rechtsextremer Musik für junge Hörerinnen und Hörer und mit den pädagogischen Antworten darauf befassen.

Michaela Glaser und Tabea Schlimbach haben untersucht, welche Funktionen rechtsextreme Musik tatsächlich für jugendliche Hörerinnen und Hörer haben. Zum einen wurden ehemals sowie aktuell rechtsextrem organisierte Jugendliche zu ihren Hörmotiven, Hörgewohnheiten und -kontexten sowie zu ihren Erfahrungen mit diesem Medium befragt. Dabei wurden unterschiedliche Phasen der Szenezugehörigkeit ebenso wie die Zeit nach dem Ausstieg betrachtet, um Hinweise zu möglichen Funktionen der Musik für Zugangs-, Verbleibs- und Distanzierungsprozesse zu erhalten.

Wie in der pädagogische Praxis auf rechtsextreme Musik reagiert werden kann, ist der Gegenstand der Studie von Gabi Elverich. Im Feld tätige Projekte wurden nach ihren Ansätzen und damit gewonnen Erfahrungen befragt, um erfolgreiche Vorgehensweisen, aber auch Entwicklungsbedarf in der pädagogischen Auseinandersetzung mit rechtsextremer Musik zu identifizieren.

Beide Untersuchungen sind in einem Band erschienen, der beim Deutschen Jugendinstitut bestellt oder kostenlos heruntergeladen werden kann.