Buchholz: offen & bunt

Überparteiliches Bündnis gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Gewalt.

Ansprechpersonen Bianca Urban (Bürgermeisterin), Jürgen Behnken (Pfarrer)
Adresse B. Urban, Birkenstraße 21; J. Behnke, Am Markt 2 (15748 Märkisch Buchholz)
Telefon B. Urban 0171 6182578; J. Behnken 0173 9532043
E-Mail biaurban@t-online.de, behnken@gmx.de

Bei einem spontanen Zusammentreffen von engagierten Bürgerinnen und Bürgern des Städtchens Märkisch Buchholz sowie Interessierte aus der näheren Umgebung entstand im Zusammenhang mit einer Diskussion über die Zunahme rechtsextremistischer Aktivitäten die Idee, diese Thematik aufzugreifen und aktiv zu werden getreu dem Motto: Buchholz: offen & bunt (B:ob).

B:ob versteht sich als überparteiliches und für jeden offenes Bündnis, welches sich deutlich gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt positioniert und sich für das friedliche Zusammenleben von Fremden und Andersdenkenden auf örtlicher Ebene und darüber hinaus einsetzt. Der Beitrag unseres Städtchens zur Stärkung von Demokratie und Toleranz sowie die Integration und Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung und Menschen verschiedener Herkunft, Kultur und sozialem Hintergrund ist für uns eine wichtige Aufgabe und Zielstellung.

B:ob setzt sich ein gegen ein Wegschauen und gegen Gleichgültigkeit seitens zunehmender Übergriffe und Bedrohung aus der rechten Szene. Solange es nicht als problematisch empfunden wird, dass Neonazis und NPD-Leute in Vereinen aktiv sind, so lange es nicht problematisiert wird, dass sie auch hierüber ihre Strukturen ausbauen, ihre menschenverachtenden und demokratiefeindlichen Ideologien pflegen, Menschen angreifen, einschüchtern und jene, die sich dagegen wehren auf ihren Internetseiten als „dummen Michel“ diffamieren, solange bedarf es der besonderen Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit.

Wir wollen öffentlich machen, wie in der „bürgerlichen Mitte“ Neonazis leben und toleriert werden, wie eine Kultur des Wegsehens und Weghörens den Nährboden für nazistische Strukturen bietet und sie zur Normalität werden lässt. Dem wollen wir nicht schweigend zusehen. Wir wollen nicht zusehen, wenn Neonazis ihre antisemitische und rassistische Ideologie auf die Straße tragen und Rechtsextremisten versuchen, die Mitte unserer Gesellschaft zu besetzen. Hier darf es keine Neutralität geben. Zivilcourage ist uns wichtig. Aktionen wie die Andacht im August 2011 haben gezeigt, dass viele Menschen aus unserem Städtchen aktiv für eine demokratische Gesellschaft einstehen wollen.

Wir alle tragen Verantwortung, dass eine menschenverachtende Zeit, wie die des Nationalsozialismus, nicht noch einmal aufersteht. Märkisch Buchholz hat bereits in der Vergangenheit genug gelitten. Eine Wiederholung soll ausgeschlossen bleiben.

Durch Aktionen wie das Marmeladenfrühstück laden wir die Bürger ein, ins Gespräch zu kommen. Mit den Briefkasten-Aufklebern gegen rechtsextreme Werbung zeigen wir in der Öffentlichkeit, dass man nicht alles hinnehmen muss und oft schon kleine Schritte viel bewegen können.