Bündnis „Potsdam! bekennt Farbe“

Bündnis engagierter Persönlichkeiten unter Vorsitz des Potsdamer Oberbürgermeisters.

Internet www.potsdam-bekennt-farbe.de
Ansprechperson Ursula Löbel
Postanschrift Friedrich-Ebert-Straße 79-81, 14469 Potsdam
Telefon 0331 289-3424
E-Mail TOSIP@Rathaus.Potsdam.de

Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt sind ein gesamtgesellschaftliches Problem, für das es keine kurzfristigen oder gar schnellen Lösungen gibt. Angesichts besorgniserregender Zunahmen von Straftaten mit rechtsextremen, fremdenfeindlichen und antisemitischen Hintergründen befürwortete der Jugendhilfeausschuss der Stadtverordnetenversammlung Potsdam im Jahre 2001 die Aufstellung des „Lokalen Aktionsplanes für Toleranz und Demokratie gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit für die Landeshauptstadt Potsdam“. Die Erstellung des Aktionsplanes wurde durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programms „Entwicklung und Chancen junger Menschen in sozialen Brennpunkten“ finanziell unterstützt. Der Lokale Aktionsplan ist seit 2002 Grundlage und Gesamtstrategie für die Landeshauptstadt Potsdam im Kampf gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt. Ziel dieses Aktionsplanes ist es, vorhandene Ressourcen zu stärken, Aktivitäten zu bündeln und zielgerichtet auszugestalten.

Mit dem Aktionsplan entstand ein substanzielles, engagiertes und auf die spezifische Situation in Potsdam ausgerichtetes Diskussionsangebot, das für die Stadtpolitik und die Stadtverwaltung Signale gesetzt und Empfehlungen gegeben hat. Die Landeshauptstadt Potsdam verfügt somit über ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Handlungskonzept gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit.

Um einer fachlich fundierten Steuerung, Koordinierung und Begleitung der Umsetzung der insgesamt 80 vorgeschlagenen Maßnahmen gerecht zu werden, wurde 2002 unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters ein Beirat zur Umsetzung des Lokalen Aktionsplanes (heute Bündnis „Potsdam! bekennt Farbe“) einberufen.

Vornehmliche Ziele der Arbeit des Bündnisses sind, Impulse und Empfehlungen für die Umsetzung der Aktivitäten im Rahmen des Aktionsplanes zu geben, Schwerpunkte zu setzen, Ergebnisse zu evaluieren, Nachhaltigkeit zu sichern und notwendige Veränderungen einzuleiten sowie unmittelbar auf aktuelle Ereignisse zu reagieren.

Das Bündnis vereint viele engagierter Persönlichkeiten: Vertreterinnen und Vertreter der in der Stadtverordnetenversammlung tätigen demokratischen Parteien und Gruppen, der Leiter des Schutzbereiches Potsdam, Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Organisationen Vereine und Initiativen, wie den Migrantenbeirat der Landeshauptstadt Potsdam, die Opferperspektive, Streetwork und Täter-Opfer-Ausgleich der Diakonie, der evangelische Kirchenkreis, das Mobile Beratungsteam, RAA, der Deutsche Gewerkschaftsbund, Sicherheitsunternehmen, der AstA der Universität Potsdam, der Bereich Kinder, Jugend und Familie der Landeshauptstadt Potsdam.

Die Bündnismitglieder wirken als Multiplikatoren in die verschiedenen Bereiche der Gesellschaft hinein und fördern somit eine gesellschaftliche Auseinandersetzung mit menschenverachtenden und demokratiefeindlichen Ideologien und Aktivitäten. Dem liegt die Überzeugung zugrunde, dass eine zukunftsfähige Demokratie nur dann existieren kann, wenn es gelingt, das Engagement vieler Mitglieder der Zivilgesellschaft zu wecken und zu stärken.