Beginnen wird der diesjährige Tag der Mahnung um 11 Uhr mit einer Kundgebung an dem inzwischen privatisierten Gebäude des früheren Reichskriegsgerichts. Es schließt sich ein Fahrradkorso an, der an Orten von Verfolgung und Widerstand entlang führt und auf dem Bebelplatz endet.
Dort finden von 13 bis 18 Uhr Gespräche mit Zeitzeugen, die in den Armeen der Antihitlerkoalition gekämpft haben und eine Diskussion zu den "Asozialen" und "Marginalisierten" statt; eine Podiumsdiskussion "Kippt Europa nach rechts?" mit ReferentInnnen aus Budapest, Paris und Moskau setzt sich damit auseinander, inwieweit die Neonaziszene nicht nur ein deutsches, sondern ein europäisches Problem geworden ist. Ausstellungen dokumentieren das frühe Konzentrationslager Papestraße, Berliner Tatorte rassistischer und antisemitischer Gewalt sowie die Geschichte des "OdF-Tages". Eine Ausstellung widmen wir dem verstorbenen Karikaturisten Manfred Bofinger, der in den 1990er Jahren wunderbare Plakate für den Tag der Mahnung entworfen hat.
Zahlreiche Infostände laden zur Beschäftigung mit vielen weiteren Themen ein. Das Kulturprogramm, ein Kinderfest und anderes mehr erweitern das vielfältige Programm. Im Rahmen des Kulturprogramms werden wir über den Nachmittag verteilt drei 10minütige Talks führen, die sich mit der Auseinandersetzung mit der Neonaziszene und Gegenstrategien beschäftigen werden: mit der Vorsitzenden des DGB Berlin-Brandenburg, Doro Zinke, einem Vertreter des Bündnisses für Demokratie und Toleranz von Treptow-Köpenick und mit Jörg Wanke, dem Sprecher der Bürgerinitiative "Zossen zeigt Gesicht".
