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Digitale Aktionswoche: Für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark

3. August - 9. August

Die Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V. arbeitet daran, die Geschichte des ehemaligen Jugendkonzentrationslagers zu erforschen, Kontakt zu Überlebenden und ihren Angehörigen zu suchen und zu erhalten und auf dem Gelände einen würdigen Gedenkort zu gestalten. Ein Teil dieser Arbeit sind jährlich stattfindende Bau- und Begegnungscamps. Dieses wird aufgrund der Corona-Pandemie leider nicht wie geplant über einen längeren Zeitraum stattfinden können. Stattdessen wird es eine digitale Aktionswoche und einige Führungen vor Ort geben. Eingeladen sind alle, die das Gelände kennenlernen wollen und Interesse haben, sich mit der Geschichte des Ortes und antifaschistischer Erinnerungspolitik zu beschäftigen. Der Gedenkort Uckermark ist offen zugänglich. Seit diesem Jahr gibt es eine neue Ausstellung über die Geschichte des Ortes.

Das weitgehend unbekannte Jugendkonzentrationslager Uckermark wurde 1942 ca. 90 km nördlich von Berlin in unmittelbarer Nähe des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück durch KZ-Gefangene aus Ravensbrück gebaut. Es war das einzige Jugendkonzentrationslager während der Zeit des Nationalsozialismus, das gezielt für die Inhaftierung von Mädchen und jungen Frauen eingerichtet wurde. In der Zeit zwischen 1942 und 1945 wurden 1.200 Frauen und Mädchen im KZ Uckermark interniert und mussten dort unter extrem schlechten Lebensbedingungen Zwangsarbeit leisten. Viele der Mädchen und Frauen wurden als „asozial“ kategorisiert und in das KZ Uckermark gebracht. Im Januar 1945 wurde auf dem teilgeräumten Gelände ein Vernichtungsort für Häftlinge aus dem KZ Ravensbrück und anderen Konzentrationslagern errichtet. Bis April 1945 wurden dort ca. 5.000 Menschen ermordet.

In der Digitalen Aktionswoche stellt die Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V. auf einem Blog Informationen, Videos, Audiobeiträge, Texte, Portraits etc. zu der Geschichte des ehemaligen KZ Uckermark und der dort Inhaftierten und deren Angehörigen zur Verfügung. Es wird verschiedene Beiträge geben, die einen täglich wechselnden Schwerpunkt haben, z.B.:

  • Vorstellung der Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V.
  • Offenes Gedenken
  • Die Verfolgung von Personen als sogenannte „Asoziale“ sowie „Berufsverbrecherinnen und Berufsverbrecher“ im Nationalsozialismus und der Kampf um die Anerkennung dieser verfolgten Personen als NS-Opfergruppe
  • Klassismus

Ein Flyer mit allen Informationen gibt es hier.

Veranstalter

Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V.
Website:
http://gedenkort-kz-uckermark.de