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Digitale Veranstaltung: Pädagogische Herausforderungen im Kontext von Verschwörungserzählungen und Antisemitismus

13. Juli 17:00 - 18:30

Antisemitismus und Verschwörungserzählungen sind in Zeiten von Corona so präsent, wie zuletzt nach dem Anschlag in Halle. Doch auch unabhängig von solchen Ereignissen sind jüdische Menschen tagtäglich mit dieser Form der Diskriminierung konfrontiert. Dennoch findet dieser Themenkomplex in pädagogischen Ausbildungen und Studiengängen zu wenig Beachtung oder ausschließlich auf geschichtlicher Ebene im Kontext der vermeintlich „überwundenen“ Shoa. Gegenwärtiger Antisemitismus sowie das Erbe und die Auswirkungen der Shoah auf das Hier und Heute werden nicht thematisiert. Dies zeigt sich zuletzt an der gewaltvollen antisemitischen Symbolik im Zuge der sogenannten Hygienedemos: Demonstrant_innen tragen gelbe Sterne mit dem Aufdruck „ungeimpft“ und Plakate mit der Aufschrift „Impfen macht frei“, „Maske macht frei“. Sie warnen vor dem „digitalen Holocaust“ und bezeichnen Impfstoffe als die „Endlösung der Coronafrage“. Dass diese Form der Relativierung der Shoah so weit verbreitet ist, verweist auf die fehlende Auseinandersetzung mit gegenwärtigem Antisemitismus in Deutschland.

Die Veranstaltung der ju:an Praxisstelle Niedersachsen soll eine jüdisch-pädagogische Perspektive auf Antisemitismus und Verschwörungserzählungen liefern und Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte die Möglichkeit bieten sich durch Unterstützung unserer Expert_innen mit der Thematik auseinanderzusetzen. Es wird zunächst einen kurzen Input geben, der die Grundlage für eine anschließende Diskussion bildet. Es wird ein Raum für Austausch geschaffen, in dem explizit erwünscht ist, dass pädagogische Fachkräfte und Lehrer_innen Unsicherheiten und Erfahrungen in der Auseinandersetzung mit dem Thema teilen. Als Expert_innen sind Dr. Rebecca Seidler, Dipl. Sozialpädagogin (M.A.) und Antisemitismusbeauftragte des Landesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden von Niedersachen und Yevgen Bruckmann, Beauftragter für interreligiösen und interkulturellen Dialog der Liberalen Jüdischen Gemeinde in Hannover eingeladen.

Eine Voranmeldung bis zum 11. Juli 2020 ist nötig! Anmeldung unter: johanna.thiemecke@amadeu-antonio-stiftung.de.

Format: Digitale Veranstaltung (Zoom)

Details

Datum:
13. Juli
Zeit:
17:00 - 18:30
Website:
https://www.facebook.com/events/598725287450831/