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Diskussion: Das Ende des NSU-Prozesses – das Ende der Aufklärung?

13. Juli 19:00

Nach über fünf Jahren endet einer der größten Strafprozesse in der Geschichte der Bundesrepublik. Nach der Selbstenttarnung des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) wurde den Angehörigen der Mordopfer und den Betroffenen der Anschlagsserie eine „rückhaltlose Aufklärung“ versprochen. Derweil wurden die Bundesanwaltschaft und das Oberlandesgericht München nicht müde zu betonen, dass der Strafprozess ihrer Meinung nach der falsche Ort für eine weitere Aufklärung des NSU-Komplexes sei.

Nach letzten Endes rund 440 Verhandlungstagen blieben daher viele Fragen ungeklärt. Fragen, die auch auch in den Untersuchungsausschüssen des Bundestags und der Landesparlamente angerissen, aber nicht aufgearbeitet werden konnten – über die Verbindung weiterer Verbrechen zum NSU, über das Unterstützernetzwerk, über die Tätigkeiten staatlicher Institutionen während des rechten Terrors und den von ihnen selbst ausgehenden Rassismus. In der Diskussion soll eine kritische Bilanz der bisherigen Aufklärung des NSU-Komplexes gezogen und sich der Frage gewidmet werden, wie diese nach dem Ende des Prozesses in München weitergehen wird.

Es diskutieren:

Dr. Anna Luczak, Rechtsanwältin und Nebenklagevertreterin im NSU-Prozess
Isabelle Vandré, MdL und Mitglied des NSU-Untersuchungsausschusses Brandenburg
NSU-Watch Brandenburg

Moderation:
Maya Markwald (AKJ FU Berlin)

Details

Datum:
13. Juli
Zeit:
19:00

Veranstalter

Arbeitskreis kritischer Jurist*innen Potsdam

Veranstaltungsort

Campus Griebnitzsee, Potsdam
Haus 1, August-Bebel-Straße 89
Potsdam, 14482
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